1. Etappe: GAP - Mittenwald

Streckencharakteristika: 58,51 km, 1446 Hm, 04:37 h netto, 06:30 h brutto
Kartenmaterial: KOMPASS Nr. 25, 26, 35
Streckenbeschreibung:
Gestartet sind wir am Bahnhof Hammersbach der Zugspitzbahn südwestlich von GAP. Über die Straße ging es zunächst nach Grainau und weiter zum Eibsee, wobei man darauf achten sollte, in Grainau nicht die Sackgasse zum Bahnhof zu nehmen, sondern oberhalb in Kirchennähe den Weg mit der Markierung G 3. Wer zum Eibsee runter fährt, nimmt dort an einer Schranke den Forstweg zur Hochthörlehütte; man kann auch oberhalb des Eibsees am Bahnhof vorbei ein klein wenig abkürzen und den Weg zur Hochthörlehütte suchen. Wichtig ist, immer auf dem Forstweg zu bleiben. In keinem Fall sollte man - wie es die Kompass-Karte verheisst - in Höhe "Schwarzwandl" auf den Pfad mit der Markierung ZE abbiegen. Dieser endet praktisch im Nichts und erfordert längeres Schieben und Tragen des Rades. Der Forstweg bietet zudem den Vorteil eines schönen Blickes auf den Eibsee, wenn man vor einer kurzen Schiebepassage auf einer Lichtung sich rechts in die Büsche schlägt. Angesichts der schlechten Witterungslage (6 Grad, Regen) nutzten wir die Hochthörlehütte (1459 m) für eine Rast. Von dort ging es bergab nach Ehrwald, wobei ab der Talstation der Zugspitz-Seilbahn ein richtig netter Wanderweg links der Straße auf und ab zu Tal führt. Insbesondere sollte man es kurz hinter dem Hotel "Diana" nicht verabsäumen, den Plattenweg zu nehmen, einem aus lauter ca. 50 cm breiten Platten bestehender Weg, der allerlei Kurven ziehend mitten durch eine Wiese führt. Aber Achtung; je nach Höhe der Gräser bleiben die bisweilen tiefen Rinnen rechts und links neben den Platten verborgen.
In Ehrwald (994 m) ging es weiter Richtung Osten zunächst zum Gaistaler Hof (1108 m). Der folgende Anstieg auf der anfangs geteerten Straße (Markierungen 801 A, E4, 32) zur Ehrwalder Alm (1493 m) und weiter zur Pestkapelle (1617 m) hat es mit durchschnittlich 18 % Steigung in sich. An dieser Stelle war deutlich zu merken, dass mein Freund Stephan nicht auf der Höhe war; während er sonst immer vorausfährt, zockelte er nun hinterher. Infolge einer Erkältung war er doch so mitgenommen, dass er nach dieser Etappe mit dem Zug nach Hause fuhr und Andreas und ich die Tour allein weiterfahren mussten. Stephan's Stimmung war zudem dadurch getrübt, dass sein Steppenwolf-MTB zum wiederholten Male vom Defektteufel geplagt wurde; an diesem Tag war es der nagelneue, wenn auch undichte SID-Dämpfer. Ab der Pestkapelle führte der Weg stets bergab durch's Leutaschtal nach Leutasch. Ab Obern bzw. Platzl gab es so viele verschiedene Streckenführungen, dass sich eine genaue Beschreibung oder Empfehlung nicht lohnt. Wir orientierten uns überwiegend am Bachlauf und nutzten den Achweg. Kurz vor der österreichisch-deutschen Grenze kamen so noch ein paar Höhenmeter hinzu und wir erreichten Mittenwald (900 m) über das Gasthaus Gletscherschliff und das Sportgebiet "Im Ried". Die Alternative über die Straße wäre vielleicht bequemer, aber angesichts des dort herrschenden Verkehrs wohl auch lästiger gewesen.

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2. Etappe: Mittenwald - Pertisau

Streckencharakteristika: 63,85 km, 1621 Hm, 05:47 h netto, 08:45 h brutto
Kartenmaterial: KOMPASS Nr. 26
Streckenbeschreibung:
KarwendeltalDie Streckenführung dieses Tages war ein echtes Highlight. Von Mittenwald ging es zunächst auf der Straße nach Scharnitz, weil der sicher attraktivere Radweg links der Isar angesichts der Witterungslage uns gleich eingesaut hätte. In Scharnitz wandten wir uns vor der Kirche nach links und folgten der Isar, bis diese linksabbiegend erneut überquert wurde. Ein kurzer Anstieg führte zu einem rechts beginnenden Radweg in das Karwendeltal, welches aufgrund der Unwetter und Lawinen des Frühjahres deutlich in Mitleidenschaft gezogen war. Der Forstweg führte über mehrere Kilometer sehr maßvoll ansteigend mit traumhaften Ausblicken auf die umliegenden Gebirgszüge bis in 1468 m Höhe, bevor es zum Anstieg zum Karwendelhaus (1771 m) steil wurde. Auf den letzten Höhenmetern vor dem Karwendelhaus war der Weg teilweise mit Schneeflächen zugedeckt. Ab dem Karwendelhaus bis zur Passhöhe und dann abwärts Richtung Pürschau (1430 m) war der Weg über eine Strecke von bestimmt 2 km nahezu vollständig mit Schnee bedeckt, sodass wir die Räder nur noch schieben bzw. tragen konnten. Überdies war die ganze Gegend noch nicht "touristenreif" hergestellt, da auch noch etliche Bäume und Lawinenreste den Weg versperrten. Aus gutem Grund öffnet das Karwendelhaus erst zum 1.7. eines jeden Jahres.
Von Pürschau aus ging es weiter in nördlicher Richtung durch das Johannestal bis zum Rißtal (960 m). Am Ende des Johannestales ist eine tiefe Klamm, in die man vom Weg aus immer wieder hineinschauen kann. Dem Rißtal mussten wir nun einige Kilometer flussaufwärts auf einer geteerten Straße (ohne nennenswerten Verkehr, da Sackgasse und Naturschutzgebiet) folgen, bis ein geschotterter Forstweg nach links in Richtung Plumsalm und Plumsjochhütte abzweigte. Nachdem es bis zu dieser Stelle überwiegend sonnig war, fing es nun kräftig an zu regnen. Der letzte steile Anstieg dieses Tages ist mir auch deshalb in zweifelhafter Erinnerung. Der Weg von der Plumsjochhütte (1630 m) zur Gernalm (1172 m) ist zwar kurz, aber dafür entsprechend steil. Nach meinem Eindruck ging es derart stark bergab, dass eine Routenführung in entgegengesetzter Richtung auch mit noch so kleinen Gängen nicht mehr fahrbar wäre, zumal der feine Schotter nicht gerade hohe Haftungswerte verspricht. Nach einem Weizenbier auf der Gernalm bestand die letzte Schwierigkeit lediglich darin, in dem weitläufigen Pertisau am Achensee (930 m) das ausgewählte Hotel zu finden.

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3. Etappe: Pertisau - Oberaudorf

Streckencharakteristika: 61,47 km, 1346 Hm, 04:34 h netto, 07:00 h brutto
Kartenmaterial: KOMPASS Nr. 28, 9
Streckenbeschreibung:
Die Etappe nach Oberaudorf ließen wir gemütlich angehen - von Pertisau nahmen wir einen Dampfer an das Nordende des Achensees (Scholastika). Der am westlichen Ufer entlanglaufende Wanderweg war durch einige Erdrutsche teilweise weggespült, die um die Südspitze und am Ostufer führende Straße verhieß angesichts des sehr kalten (5 Grad) und weiterhin regnerischen Wetters auch nicht viel Freude. Über Achenkirch ging es auf der Straße nach Norden bis Leiten und dann westwärts bis zum Köglboden (963 m), wo ein Waldweg links abzweigt. Der führt bis zur Guffert-Hütte in 1475 m Höhe, die zum Glück bewirtschaftet war. So konnten wir dem inzwischen eingesetzten Schneetreiben vom Kachelofen aus eine Weile zusehen. Die lange Abfahrt zur Erzherzog-Johann-Klause in 814 m Höhe hätte bei besserem Wetter sicher Spaß gemacht, ebenso der recht zähe Aufstieg zur Ackernalm (1383 m). Ich weiß nicht, ob es nur am Wetter lag oder auch an der Steckenführung, die bis dahin stets durch Wald führte; jedenfalls war die ganze Etappe eher langweilig. Grandiose Ausblicke in die Bergwelt blieben uns jedenfalls verborgen. Auf der Ackernalm spendierten wir uns zum Trost einen warmen Apfelstrudel. Sodann ging's in rasender Abfahrt über eine Teerstraße nach Landl (685 m), wo mir der Zug direkt am Plasma-Schaltwerk riß - ein bei Di.R.T.-Schaltwerken aufgrund der Zugführung offenbar nicht ganz untypisches Ereignis. Mittels einer Lüsterklemme konnte ich die gerissenen Enden zusammenführen; eine Notlösung, die den Bereich zwischen dem 3. und 7. Ritzel eröffnete, was angesichts der bis Oberaudorf nicht mehr zu erwartenden größeren Steigungen ausreichte. Der weitere Streckenverlauf orientierte sich an der Thierseer Ache. In Vorderthiersee bogen wir am Ortsende nach links in Richtung Kiefersfelden ab. Beim Gasthaus Wacht wird die österreichisch-deutsche Grenze überschritten, der Radweg führt hier über das Gelände eines Steinbruchs und des zugehörigen Bahnanschlusses. Ab dort über Kiefersfelden bis nach Oberaudorf (468 m) war es dann auf ebener Strecke nicht mehr weit.
Unterkunftstip: In Oberaudorf waren wir sehr gut untergebracht im Sporthotel Wilder Kaiser, wo die gut eingerichtete Sauna und eine prima Küche das trübe Wetter vergessen ließen (ÜF ca. 64,00 DM je Person www.wilderkaiser.de). Zudem ist direkt gegenüber eine Autowaschanlage mit einem Münzdampfstrahler, welcher die Farbe unserer Räder überhaupt wieder hervorzauberte.

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4. Etappe: Oberaudorf - Reit im Winkl

Streckencharakteristika: 50,14 km, 1878 Hm, 04:37 h netto, 07:00 h brutto
Kartenmaterial: KOMPASS Nr. 9
Streckenbeschreibung:
am SpitzsteinhausDas Wetter hatte sich über Nacht deutlich verbessert; wir konnten sogar in kurzer Radhose starten. Nach dem Start fuhren wir am Autobahnanschluß vorbei über den Inn und direkt dahinter schon auf östereichischem Gebiet links in nördlicher Richtung bis nach Erl (476 m). Mitten in Erl ging es rechts nach Erlerberg und dort der Beschilderung folgend zur Goglalm und schließlich zum Spitzsteinhaus in 1252 m Höhe, wobei es die letzten 100 Höhenmeter mit deutlich über 20 % Steigung nach dem ohnehin schon langen Anstieg ab Erl in sich hatten. An sich hatten wir vor, über die Mesneralm nach Sachrang abzufahren, jedoch riet uns der Wirt des Spitzsteinhauses angesichts eines von Baumschlag noch nicht geräumten Wanderweges davon ab (Anmerkung: Im Jahr 2003 war ich mit meinem Freund Stephan erneut in der Gegend und wir haben diese Etappe nachgefahren, und zwar unter Benutzung des vorgenannten Weges über die Mesneralm. Vergesst es, hier ist nicht Baumschlag das Problem, sondern generell Wurzelwerk und Felsen; von den 500 Höhenmetern nach Sachrang hinab haben wir bestimmt 350-400 geschoben oder getragen). So fuhren wir zurück über die Goglalm bis fast nach Erlerberg und kurz vorher nach links Richtung Stein (978 m). Auf der Kompasskarte verliert sich der Weg hier. Tatsächlich gelang man auf überwiegend gut ausgebauten Wegen und kürzeren Single-Trails nach Sachrang (738 m). Man kann eigentlich nichts verkehrt machen, Hauptsache man fährt bergab. In Sachrang überquerten wir die B 175 und folgten dem Forstweg (später mit der Markierung 3,20) bis zur Priener Hütte (1471 m). Auch hier ging es gerade auf den letzten Höhenmetern wieder steil zur Sache. Die Priener Hütte schien ein beliebter Treffpunkt zu sein; jedenfalls war ganz schön was los, wobei wir mit unseren MTB's unter all den Wanderern fast schon exotisch wirkten. Wir wandten uns nach der Rast auf dem Weg mit der Markierung 57 nach Süden. An der Grenze stand ein handgemaltes Schild, wonach das Befahren mit Fahrrädern verboten sei (auch wenn die Kompasskarte den Weg als Radweg ausweist). Jedenfalls fuhren wir (ohne Zwischenfälle) weiter und wandten uns am Fuß des Tales links zur Ottenalm, weiter zur Edernalm und schließlich nach Kössen (589 m). Von dort nach Reit im Winkl (696 m) boten sich zahlreiche Möglichkeiten; wir wählten den Weg über Hotel Peterhof (807 m) und die Golfanlage, was schöne Ausblicke auf die Umgebung zuließ. Die Hauptstraße zwischen beiden Orten ist jedenfalls ziemlich stark frequentiert und erspart nur rund 80 Höhenmeter.
In Reit im Winkl haben wir der Planung entsprechend einen Ruhetag eingelegt. Zum einen kann man sich sowas nach vier Tagen Strampeln schon gönnen, zum anderen bot sich dies aufgrund des Dauerregens an diesem Tage auch an.

Unterkunftstip: Wir waren prima untergebracht im Haus Schmiederer (haus.schmiederer@t-online.de), wo es gut ausgestattete Ferienwohnungen und Zimmer bei reichhaltigem Frühstück zu mieten gibt. Die hauseigene Sauna ist ansprechend und die Betreuung durch die Vermieter sehr zuvorkommend.


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5. Etappe: Reit im Winkl - Berchtesgaden

Streckencharakteristika: 71,22 km, 1886 Hm, 06:29 h netto, 09:00 h brutto
Kartenmaterial: KOMPASS Nr. 14
Streckenbeschreibung:
Anstieg zur KührointhütteVon Reit im Winkl fuhren wir zunächst ostwärts auf der B 305 bis es kurz hinter dem Ortsende nach rechts über den Hof eines KFZ-Händlers auf den Wanderweg Nr. 7 ging. Ein erster kleiner Anstieg führte zur Sotteralm (902 m) und wieder hinab zum Weitsee. Der Weg mit der Markierung 45 brachte uns nördlich der drei Seen Weitsee, Mittersee und Lodensee nach Seehaus und von dort der Markierung 35 folgend zum Biathlonzentrum. Dieses musste durchquert und die Auffahrt zur Kaitlalm (940 m) unterhalb des Seßeckopfes gefunden werden. Die Abfahrt nach Weißbach wählten wir über die Bichleralm und Harbacher Alm. Kurz hinter Weißbach gibt es rechts der Straße einen Einstieg in die Weißbachklamm. Diese Klamm war zwar landschaftlich sehr beeindruckend; aufgrund der Enge, der zahlreichen Stufen und nassen Holzsteige sowie der vielen Wanderer war überwiegend das Schieben der Räder angesagt. Gelohnt hat es sich allemal. Über Schneizelreuth (516 m) ging es nach Unterjettenberg und südwärts auf der B 305 in Richtung Ramsau. Die Bundesstraße ist anscheinend eine beliebte Strecke für Motorrad- und GTI-Raser, sodass es sich anbietet, nach knapp 3 km ab Unterjettenberg rechts den Abzweig in das Schwarzbachtal zu nehmen. Der Weg führte zwar anfangs kurz bergab, das änderte sich dann aber schnell, wobei die Steigung bis zur Schwarzbachwacht mit zunehmendem Streckenverlauf immer steiler wurde, bis am Schluss nur noch der kleinste Gang half. Der Karte ist so ohne weiteres nicht zu entnehmen, dass es hier auf 900 m Höhe hoch und nach Ramsau wieder auf 650 m runtergeht. In Ramsau blieben wir bis zum Einstieg zur Wimbachklamm auf der B 305. Am Parkplatz der Wimbachklamm muss man sich unbedingt links halten, um zur Kührointhütte (1403 m) zu gelangen. Der Anstieg von knapp 800 Höhenmetern am Ende der Etappe bei zudem sehr warmem und sonnigem Wetter haute nochmal ganz schön rein. Oben angekommen machten wir noch einen Abstecher zur Achenkanzel mit seinem grandiosen Blick auf den Königssee und St. Bartholomä (gibt's aber auch auf jeder Postkarte). Für die Abfahrt zu unserem Zielort Schönau (620 m) benutzten wir anfangs die als Radweg gekennzeichnete Straße über die Herrenoint-Diensthütte, die irgendwann endet und in den sehr steilen Wanderweg mit der Markierung 443 übergeht. Dieser Weg war nur bedingt gut befahrbar, weil eine ganze Reihe von Felsen wie auch durch Windbruch umgestützte Bäume einem ungetrübten Fahrspaß entgegenstanden.

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6. Etappe: Berchtesgaden - Gotzenalm und zurück

Streckencharakteristika: 40,19 km, 1712 Hm, 03:54 h netto, 06:45 h brutto
Kartenmaterial: KOMPASS Nr. 14
Streckenbeschreibung:
KönigsseeUnsere Planung sah einen Tag Aufenthalt in Berchtesgaden vor. Je nach Wetter und den Anstrengungen der Tour wollten wir noch eine Abschlussetappe vor Ort unternehmen. Die Kurdirektion (www.berchtesgadener-land.com) bietet dafür zur Auswahl ein an sich ganz nettes Faltblatt mit Panoramakarte an, aus der sich verschiedene Tourenvorschläge unterschiedlichster Längen und Höhendifferenzen ergeben. Wir entschieden uns für eine als "schwer und anstrengend" bei "mittlerer Streckenlänge" beschriebene Fahrt zur Gotzenalm. Das Faltblatt gibt eine Höhendifferenz von 1200 m an. Dies war äusserst missverständlich. Zwar beträgt die Differenz des niedrigsten und höchsten Punktes tatsächlich ca. 1200 m und das Höhenprofil des Faltblattes verheisst praktisch nur einen durchgehenden Anstieg zur Gotzenalm. Tatsächlich verhielt es sich jedoch anders. Bei der Hinfahrt ging es im mittleren Streckenabschnitt dreimal um 52, 104 bzw. 80 Höhenmeter hinab und danach sofort wieder hoch, bevor der letzte Anstieg begann; hin und zurück waren also zusätzlich knapp 500 Höhenmeter mehr zu fahren, als die ungenaue Darstellung des Faltblattes suggeriert. Hätten wir dies morgens schon gewusst, wären wir wohl zum Ausklang des Alpencross eine harmlosere Tour gefahren.
Wie auch immer - die Tour selbst war trotz der nicht erwarteten zusätzlichen Anstrengungen klasse. Bei bestem Wetter fuhren wir von Schönau den Bach entlang Richtung Berchtesgaden. An einer Bushaltestelle zweigt nach rechts die Straße nach Hinterbrand (1100 m) ab. Unterhalb der Seilbahnstation ging es weiter zur Königsbachalm (1240 m) und schließlich zur Gotzentalalm (1115 m). In diesem Streckenabschnitt sind die oben genannten zusätzlichen Höhenmeter versteckt. Von der Gotzentalalm zur Gotzenalm (1685 m) ging's dann wieder richtig zur Sache. In knapp vier Kilometern waren auf einer Schotterpiste 570 Höhenmeter zu überwinden; wobei zahlreiche Wanderer und Abschnitte mit Steigungen um und über 20 % die Sache in mancherlei Hinsicht anstrengend machte. Oben angekommen bot sich ein hervorragender Rundblick. Man sollte es auch nicht verabsäumen, den Aussichtspunkt Feuerpalfen aufzusuchen. Die Rückfahrt erfolgte auf der selben Strecke.

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Letzte Änderung: Februar 2011